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Sicherheit und Raumakustik kombiniert
Bei der Einrichtung von Podcast-Studios oder Großraumbüros stellt sich eine zentrale Frage: Welche Materialien erfüllen die gesetzlichen Sicherheitsvorgaben? Vermieter, Versicherungen und Bauämter verlangen präzise Nachweise über das Verhalten verbauter Produkte im Brandfall. Schwer entflammbare Akustikpaneele mit der Klassifizierung B-s2,d0 bieten hier eine rechtssichere Lösung für Wand und Decke.
Das Wichtigste in Kürze
- Brandschutzklasse B-s2,d0: Schwer entflammbar nach europäischer Norm EN 13501-1 mit begrenzter Rauchentwicklung; kein brennendes Abtropfen.
- Einsatzbereiche: Vorgeschrieben oder empfohlen für Büros, Studios, Praxen, Kanzleien und öffentliche Gebäude.
- Material: Massivholzleisten auf Polyester-Vlies verbinden echtes Holzdesign mit effektivem Schallschutz.
- Montage: Klebemontage oder Unterkonstruktion ermöglichen eine flexible Installation.
- Fachberatung: Vereinbaren Sie einen Termin für Ihre persönliche Beratung im Showroom.
Was bedeutet "schwer entflammbar" bei Akustikpaneelen?
Schwer entflammbar entspricht der Brandverhaltensklasse B nach EN 13501-1. Das Material trägt nur minimal zur Brandausbreitung bei.
Die europäische Norm EN 13501-1 regelt die Klassifizierung von Bauprodukten und löst die ältere deutsche DIN 4102 zunehmend ab. Für gewerbliche Projekte ist das europäische System mittlerweile der maßgebliche Standard.
Die Kennzeichnung B-s2,d0 definiert drei wesentliche Eigenschaften:
- B: Sehr begrenzter Beitrag zum Brand (entspricht etwa “schwer entflammbar”).
- s2: Begrenzte Rauchentwicklung im Brandfall.
- d0: Kein brennendes Abtropfen oder Abfallen von Materialteilen.
Diese Kombination reicht für viele gewerbliche Anwendungen aus. Im System der EN 13501-1 ist B die höchste Stufe für brennbare Materialien. Noch sicherer sind nur die Klassen A1 und A2 (nicht brennbar), die oft für Fluchtwege oder Hochhäuser zwingend sind. Die Klassen C bis E bieten dagegen weniger Schutz und sind in sensiblen Bereichen meist unzulässig. Bei Sonderbauten wie Versammlungsstätten lohnt sich die Abstimmung mit dem zuständigen Brandschutzbeauftragten.
Praxistipp
Halten Sie Zertifikate und Prüfzeugnisse für Kontrollen bereit. Wir stellen Ihnen die erforderlichen Unterlagen selbstverständlich zur Verfügung.
Wo sind zertifizierte Akustikpaneele vorgeschrieben?
Spezielle Anforderungen gelten meist in gewerblichen Räumen wie Büros, Praxen, Studios und öffentlichen Gebäuden mit Publikumsverkehr.
Die Vorgaben unterscheiden sich je nach Gebäudeklasse und Nutzung. Grundsätzlich gilt: Je höher die Personenzahl, desto strenger die Vorschriften. Auch Sachversicherer prüfen zunehmend die Materialauswahl.
Schwer entflammbare Akustikpaneele bei Munich Floor
Unser Sortiment mit Klassifizierung B-s2,d0 verbindet hochwertige Holzoptik mit zertifizierter Sicherheit. Verschiedene Formate ermöglichen individuelle Raumkonzepte.
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Büroräume und Coworking Spaces
In Großraumbüros ist schlechte Akustik oft ein Problem. Telefonate und Tastaturgeräusche überlagern sich und stören die Konzentration. Akustikpaneele reduzieren die Nachhallzeit effektiv. Im gewerblichen Kontext muss die Wandverkleidung jedoch den Feuerschutzbestimmungen genügen.
Sicherheitsbeauftragte prüfen die eingesetzten Materialien regelmäßig. Fehlt der Nachweis der korrekten Klassifizierung, drohen Auflagen oder Rückbau. Paneele der Klasse B-s2,d0 erfüllen die Anforderungen für normale Büronutzung in der Regel problemlos.
Podcast-Studios und Aufnahmeräume
Die Zahl der Podcast-Studios wächst stetig, oft in Kellerräumen oder umgebauten Gewerbeeinheiten. Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Kunde plant ein Studio im Keller eines Mehrfamilienhauses. Die Hausverwaltung fordert eine schriftliche Bestätigung der Brandschutzklasse.
Akustikpaneele aus Holz bieten hier den Vorteil einer professionellen Studio-Optik bei gleichzeitiger Erfüllung der Auflagen. Die Kombination aus Schallabsorption und Zertifizierung macht aufwendige Sondergenehmigungen oft überflüssig.
Praxen, Kanzleien und öffentliche Bereiche
Arztpraxen und Kanzleien stellen hohe Ansprüche an die Diskretion. Vertrauliche Gespräche sollen nicht nach außen dringen. Gleichzeitig gelten für Wartebereiche und Flure mit Publikumsverkehr erhöhte Sicherheitsstandards. Die Klassifizierung B-s2,d0 deckt diese Vorgaben in den meisten Fällen ab.
Aufbau und Eigenschaften
Die schwer entflammbaren Akustikpaneele von Munich Floor bestehen aus zwei Hauptkomponenten. Die Sichtseite bilden furnierte MDF- oder Massivholzleisten (ca. 12 mm Stärke). Der Abstand zwischen den Leisten sorgt für die charakteristische Lamellenoptik.
Als Trägermaterial dient ein hochdichtes Akustikvlies aus Polyester (ca. 9 mm stark, ca. 1.500 g/m²). Es absorbiert den Schall, der durch die Zwischenräume dringt. Diese Kombination erreicht die Brandverhaltensklasse B-s2,d0. Akustisch bricht die Lamellenstruktur den Schall, während das Vlies ihn schluckt. Das macht Gespräche im Raum deutlich angenehmer.
Die Paneele sind in Standardformaten wie 2600 x 600 mm (variiert je nach Charge) oder als quadratische Module erhältlich. Die Oberfläche ist wahlweise geölt oder lackiert, mit Trägervlies in Schwarz oder Grau.
Die Nachfrage nach zertifizierten Lösungen hat stark zugenommen. Unsere Kunden kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen: von der Werbeagentur bis zur Zahnarztpraxis. Alle benötigen Produkte, die gute Akustikwerte mit verlässlichem Brandschutz vereinen.
Marko Tomicic, Geschäftsführer Munich Floor
Montagehinweise
Die Installation erfolgt meist auf zwei Arten. Bei der Klebemontage wird ein zugelassener Montageklebstoff auf die Rückseite aufgetragen – ideal für glatte, feste Untergründe. Alternativ können die Paneele auf einer Unterkonstruktion verschraubt werden.
Wichtig: Die Brandschutzklassifizierung gilt für das Paneel selbst. Die Montage auf brennbaren Untergründen (z. B. einfache Holzlattung) kann das Brandverhalten der gesamten Wand beeinflussen. Bei kritischen Objekten sollte die Einbausituation vorab geprüft werden.
Optisch lassen sich die Paneele gut mit Parkett oder Vinyl-Designböden abstimmen. Dunkle Vliesträger passen gut zu kräftigen Holztönen, während Grau neutral wirkt.
Vor- und Nachteile von schwer entflammbaren und zertifizierten Akustikpaneelen
- Vorteil: Rechtssicherheit durch Zertifizierung B-s2,d0
- Vorteil: Hörbare Verbesserung der Raumakustik
- Vorteil: Natürliche Holzoptik für moderne Räume
- Nachteil: Montageuntergrund muss geprüft werden
- Nachteil: Höhere Anschaffungskosten als bei Standardpaneelen
Warum Fachberatung wichtig ist
Sicherheitsanforderungen sind komplex, da sie je nach Gebäudeklasse, Nutzung und Bundesland variieren. Fehlkäufe führen oft zu teurem Rückbau.
Ein Produkt, das im Büro zulässig ist, reicht für eine Versammlungsstätte eventuell nicht aus. Oft erleben wir Kunden, die zunächst ungeprüfte Ware online gekauft haben und diese nach einer Kontrolle wieder entfernen müssen. Eine kurze Beratung vorab vermeidet diesen Ärger.
Praxistipp
Klären Sie die erforderliche Klassifizierung vor dem Kauf mit Ihrem Vermieter oder Versicherer. Mit dieser Info finden wir schnell das richtige Produkt.
Akustik und Feuerschutz erfordern ein Gesamtkonzept. Neben der Wandverkleidung spielen auch Böden und Möbel eine Rolle. Im Showroom von Munich Floor können Sie Materialien vergleichen und aufeinander abstimmen.
Planen Sie ein Projekt mit akustischen Anforderungen? Lassen Sie uns die passenden Paneele für Ihr Vorhaben auswählen – besuchen Sie uns gern zur Beratung in München.
Häufige Fragen
Entspricht die EU-Klassifizierung B-s2,d0 für Akustikpaneele der deutschen Brandschutznorm B1 (DIN 4102)?
Diese beiden Normen sind ähnlich, aber nicht identisch. Die Bezeichnung “schwer entflammbar” (B1) stammt aus der alten deutschen Norm DIN 4102. Die moderne europäische Norm EN 13501-1 ist detaillierter: Sie bewertet neben der Entflammbarkeit (B) auch die Rauchentwicklung (s für “smoke”) und das brennende Abtropfen (d für “droplets”). In der Baupraxis wird die europäische Klassifizierung B-s2,d0 heute meist als gleichwertig oder sogar aussagekräftiger akzeptiert.
Sind schwer entflammbare Akustikpaneele für alle Bereiche (z. B. Fluchtwege) zugelassen?
Nein, “schwer entflammbar” ist kein Freibrief für alle Bereiche. Für reguläre Büroräume, Foyers oder Praxen ist die Klasse B-s2,d0 meist völlig ausreichend. In besonders sensiblen Zonen wie notwendigen Fluren, Treppenhäusern oder in Hochhäusern fordern die Bauordnungen jedoch oft “nicht brennbare” Materialien der Klasse A1 oder A2. Prüfen Sie daher vor der Montage immer das spezifische Brandschutzkonzept Ihres Gebäudes.
Welchen Einfluss hat ein brennbarer Untergrund (z. B. eine Holzwand) auf den Brandschutz?
Das Brandschutzzertifikat bezieht sich in der Regel auf das Paneel als Einzelprodukt oder in Verbindung mit einem massiven Untergrund. Wenn Sie ein schwer entflammbares Paneel auf eine leicht brennbare Holzwand montieren, verschlechtert sich das Brandverhalten der gesamten Wandkonstruktion. Für maximale Sicherheit empfehlen wir die Montage auf mineralischen Untergründen wie Beton, Mauerwerk oder Gipskarton.
Welche Dokumente benötige ich für die Abnahme durch Bauamt oder Versicherung?
Sie benötigen für die offizielle Abnahme ein gültiges Prüfzeugnis (Klassifizierungsbericht) nach DIN EN 13501-1, das explizit auf das verwendete Produkt ausgestellt ist. Ein allgemeiner Prospekt reicht hier nicht aus. In diesem Dokument wird bestätigt, dass das Produkt die Klasse B-s2,d0 erfüllt. Bewahren Sie dieses Zertifikat zusammen mit der Rechnung sorgfältig auf, um es bei Feuerbeschauen oder Versicherungsprüfungen vorlegen zu können.










